Mittwoch, 19. März 2008

Mir san mir!

Und mir fahr'n nach Berlin. Außer dem Ergänzungsspieler - aber das ist eine andere Geschichte. Ein FC Bayern verliert nicht dreimal in Folge! Der große Bluff von Cottbus hat seine Wirkung nicht verfehlt :-)))

Der FCB hat den Wölfen das Fell so richtig über die Ohren gezogen. Zu keiner Zeit bestand auch nur der geringste Zweifel, wer hier als Sieger den Platz verlässt. Mit dem 2:0 war der VfL am Ende noch gut bedient. Van Bommel souverän, Ribery wie immer einzigartig, ein Miro, der wieder mal trifft und ein "Micho" Demichelis in Weltklasseform. Der FCB meldet sich souverän zurück.

Mit diesem Sieg über Wolfsburg setzt auch "King Kahn" ein weiteres Highlight in seiner einzigartigen Karriere. Er wird am 19. April zum 75. Pokalspiel in seinem siebten Finale antreten und den "Pott" zum sechsten und letzten Mal mit nach Hause nehmen. Ich kann mir noch immer nicht vorstellen, den Olli am 17. Mai das letzte Mal aktiv in der AA und danach abklatschend auf der Leopoldstraße zu erleben . . . :-)))

Aber jetzt nur mal nicht sentimental werden - nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Am Samstag kommt Looserkusen. Mit Blick auf die Tabelle nennt man so etwas, glaube ich, Spitzenspiel. Deshalb jetzt Steilpass auf den Tippkicker mit der Bitte um Ergebnisdienst . . .

Geile Zeit!

Wo fängt man an, wenn man ein Fazit über eine absolut geile Zeit verfassen will?! Es gibt so viele tolle, überwältigenden Erlebnisse, die alle noch mal aufzuzählen würde langwierig... Und ein Highlight zu definieren schwierig. Es ist wohl einfach so, dass es sicher ein paar Tage dauern wird, bis Gaby und Zeugwart wieder deutsch miteinander sprechen. Verstehen wird die beiden wahrscheinlich ohnehin niemand. Es scheint fast so, als sprächen die beiden eine Geheimsprache - viele Sprüche oder Redewendungen (High Five sei dabei nur eines)...

Zeugwart: Gaby, kannst du ein Highlight definieren?
Gaby: Nö. Wie denn auch - die ganzen 3 Wochen waren ein einziges Highlight! Wobei, Tauchen war sehr fein! Und am Mekong sitzen, eine Zigarette rauchen, Laoten zukucken wie sie Fußball spielen und sich dabei überlegen, dass alle anderen gerade zu Manni in die Kantine gehen. Und vielleicht noch Geburtstag feiern auf Phi Phi. Und du?
Zeugwart: hmm, ehrlich gesagt nicht so richtig. Wenn ich unbedingt eines benennen müsste, wären es doch mehrere. Laos, Vang Vieng, Tubing, Beerlao und England. Oder besser gesagt der Herr der Ringe.

Ach ja, Gaby, kannst du schon mal den Ausweis rausholen?! :-)

FAZIT: das geht dafür um so schneller, denn es gibt nur eines zu sagen:

One Night in Bangkok.

Nach einem schweren Abschied von der Trauminsel Phi Phi machten wir uns nun also auf in Richtung Bangkok. Die letzten beiden Tage sind quasi schon angebrochen, das Ende unseres Trips ist immer deutlicher vor uns zu sehen.
Boot und Flug mal wieder viel zu reibungslos – wo passieren sie denn nur, die Horrorgeschichten, von denen man immer hört?! Ach ja, ich vergaß – im Niemandsland zwischen Laos und Thailand…
In Bangkok angekommen, dem Taxifahrer erfolgreich verklickert, dass ohne Taxameter bei uns gar nix läuft und er uns auf schnellstem Weg zur Khaosan Road bringen soll. Eigentlich hatten wir uns mal überlegt, die letzten Nächte im 5 Sterne Peninsula zu verbringen und uns so richtig verwöhnen zu lassen. Vielleicht eine kleine Masaaaaaas zum Abschied. Aber nach all unseren Erlebnissen konnten wir uns ein Luxushotel beim besten Willen nicht mehr vorstellen. Also, wie alle anderen Bagpacker auch, das erstbeste Guesthouse auf der Khaosan angesteuert und häuslich niedergelassen, bevor wir uns direkt in dem Pub nebenan ein kühles Bierchen gönnen wollten. Da so zu sitzen und die Leute zu beobachten ist wirklich ganz großes Kino! Und nachdem wir bereits nach 10 Minuten erst bekannte Gesichter aus Vang Vieng getroffen haben (die 17 jährige Jakob Burda-Verschnitt Truppe aus Schweden und: I’m from the Earth!!!!) und kurz darauf Rosen von einem Iren geschenkt bekommen haben, haben wir uns irgendwie fest geratscht und unsere Sightseeing und Shopping Pläne auf den nächsten Tag verschoben. Erstaunlicherweise schließt alles um die pulsierende Khaosan Road bereits um 02.00 Uhr. Und als uns die Thailändische Polizei gegen 03.00 Uhr mehrmals aufgefordert hat, wir sollen nun doch die Straße räumen, haben wir uns kurzerhand mit ein paar Bierchen ausgestattet und uns auf das Dach unseres Guest Houses gesetzt um dort noch bis 04.00 Uhr über den Sinn des Lebens zu philosophieren. Schlaf ist beim traveln irgendwie das letzte, das man ausreichend braucht :-)
Deshalb sind wir auch ganz artig beim ersten Weckerklingeln aus den Federn, um zumindest das obligatorische Sightseeing Programm in Bangkok zu absolvieren. Königspalast und Wats sind irgendwie Pflicht. Auch wenn ich ganz sicher bin, das Zeugwart und Gaby den Preis für die schnellste Königspalastbesichtigung ever bekommen hätten!
Danach wieder in unserem Pub niedergelassen um dort fest zu stellen: Hey, die haben hier Beerlao!!!!! Die Freude darüber war groß und natürlich wurde gleich eifrig bestellt. Und noch mal. Und noch mal. Der Rest unserer total abgefahrenen Nacht in Bangkok war einfach nur noch eine riesige Party: im Pub Craig aus Canada getroffen, der uns ganz tapfer auf unserer Souvenir-Tour begleitet hat. Biertrinkend auf der Straße sitzend sind uns ein schwarzer Schweden und einen sehr zutraulicher älterer Thai „zugelaufen“, bevors dann weiter ging in irgendeinen schäbigen Electroclub. Um es zu verkürzen – es war unsere letzte Nacht, wir mussten uns Mut für unsere Heimreise antrinken und sind schnell auf die altbewährten Buckets umgestiegen. Samsong mit Red Bull und 7Up. Jammi! Ach ja, eine Bar gibt es übrigens doch, die noch nach 02.00 Uhr (until late!) offen hat. Die kennen wir jetzt auch. Und vom Heimweg in unser Guest House weiß ich nicht mehr viel. Dafür weiß ich umso besser, wie man mit einem ziemlichen Hang Over in Bangkok aufwacht um den Heimflug anzutreten. Ouch!
Und auch wenn wir eigentlich zweieinhalb Stunden vor Abflug am International Airport von Bangkok waren und eingecheckt hatten, waren wir doch so verplant, dass wir beinahe den Heimflug verpasst hätten. Final Call und die 2 verplanten Münchner Uschis waren die letzten, die das Flugzeug betreten haben. Hätten aber ansonsten auch Markus nicht getroffen. Ein alter Bekannter von Zeugwart, den sie sicher 10 Jahre nicht gesehen hat, der aber den gleichen Flug zurück nach München gebucht hatte.

FAZIT: die Welt ist ein Dorf. Man sieht sich immer 2 mal im Leben. Bangkok ist cool und mittlerweile habe ich auch meinen Hang Over einigermaßen überstanden. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an den Ergänzungsspieler, der zum einen mit der Familienpackung Aspirin die er uns vor Abreise überreicht hatte eine echt gute Tat getan hat. Und der zum anderen der beste Flughafen Shuttle ist, den man sich vorstellen kann.

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