Einen zweiten Tag auf dem Boot ueberstanden sind wir also in Luang Prabang angekommen. Ueber die Bootsfahrt auf dem Party Boot gaebe es so viel zu erzaehlen, dass ich gar nicht weiss, wo ich anfangen soll... Deshalb lasse ich es einfach und begnuege mich damit zu sagen, dass es wirklich cool war! Mit Englaendern, Klarinette spielenden Franzosen, Israelis, Hollaendern... Grosses Kino und 7 Stunden koennen mit gekuehltem Beer Lao wie im Fluge vergehen. So auch zwei ganze Tage in Luang Prabang. Auch hier halte ich es sehr sehr kurz: traumhafte Stadt. Unglaublich nette Menschen. Beer Lao. Coole Bars. Chris, Josh, Marc, Shawn... Curfew at midnight! Und Bowling die ganze Nacht. Zeugwart ist Muede und hat Kopfweh... ich glaube Gaby auch!
Vorschau: Eine weitere verdammt lange Busfahrt nach Vientiane. Oder Vang Vieng. Oder wohin auch immer...
Zeugwart - 4. Mär, 08:14
Eines vorweg: die laotische Grenze ist super! Nach einem schier nicht enden wollenden Visum-Tanz hatten wir es endlich geschafft nach Laos einzureisen. Und dazu hat uns ein kleiner Lao an einem KLapptisch mit einer Plastiktischdecke und einem Coca Cola Sonnenschirm aufs herzlichste begruesst. Das handgeschriebenen Schidl vor ihm, auf dem zu lesen Stand, dass es sich hierbei um den laotischen Grenzposten handelt, hat uns ziemlich geholfen. Ansonsten haetten wir wahrscheinlich gedacht, dass nur wieder ein Lao versuchen will uns etwas anzudrehen... In der Grenstadt Huoi Xai wollten wir uns nicht lange aufhalten. Wir wollten ja gleich weiter in Richtung Luang Prabang.
Und los gehts mit der Slow Boat Tour auf dem Mekong. Um es vorweg zu nehmen: Die Entscheidung diesen Trip zu machen, war eine der Besten! Auch wenn dieses Scheiss-Boot alles andere als komfortabel war. Kleine Holzbaenke, die definitiv fuer die Hintern von kleinen Asiaten gemacht sind und 6 Stunden Fahrt pro Tag... Aber wir wurden mit einer unglaublichen Aussicht belohnt und ganz ehrlich > Ich wuerde den Trip wieder machen! Auch in dem Wissen, dass es in Pakbeng zu uebernachten gilt. Ein kleines Dorf in der Wildnis. Wo um 22:00 Uhr der Strom und somit jedes Licht abgestellt wird...
Zum Glueck ist es uns gelungen, ein passables Zimmer zu finden. Auch wenn die Vermieter versucht haben, uns dumme Touris um 100 Baht zu bescheissen, haben wir uns da ganz wohl gefuehlt. Gut, Gaby hat mich ca. 3 mal in der Nacht mit den Worten > Du, ich glaub da ist jemand im Zimmer < aufgeweckt. Die Tatsache dass unser Zimmer winzig war und mehr als 2 Personen da gar nicht reinpassen hat Gaby nicht von der Idee abbringen koennen, dass wir in dieser Nacht ausgeraubt werden. Es ist natuerlich nichts passiert, ausser, dass wir verdammt wenig Schlaf abbekommen haben...
Aber ich kann sie ein wenig verstehen. Schliesslich passiert es nicht so oft, dass man in einem Restaurant beim Essen sitzt und urploetzlich ein voellig zugedroehnter Lao ankommt, dir mit der Taschenlampe ins Gesicht leuchtet und sagt: > what do you want? Weed? Opium? Cocain? I have everything! <
Vorschau: Noch ein Tag auf dem Boot. Ankunft in Luang Prabang...
Zeugwart - 4. Mär, 07:30
Unsere eindrucksvolle Busfahrt an die Grenze zwischen Thailand und Laos hat Gaby ja bereits beschrieben. Nicht allerdings, was uns in der Grenzstadt Chiang Kong erwartet hat. Wir hatten uns fuer das Bamboo Garden Guesthouse entschieden. Dort sollte es kleine, feine Bambushuetten geben, ein nettes Ehepaar das den Laden fuehrt und neben gutem Essen tolles selbstgebackenes Brot. So stands im Lonely Planet. Irgendwie war das auch so. Bambushuetten gab es. Mitten im Dschungel, mit gefuehlten 3 Millionen Moskitos. Was Gaby nicht unbedingt entspannt gemacht hat :-) Und sie waren klein. Nicht ganz so fein, aber was will man schon erwarten, fuer 200 Baht? Das nette Ehepaar war auch nett. Wenn auch total stoned bei unserer Ankunft. Was die Zimmerverhandlungen nicht unbedingt erleichtert hat. Auf unsere Frage, ob wir noch was von dem angepriesenen lecker Essen bekommen koennen, bekamen wir ein deutliches >no, i'm to lazy!< von der zugedroehnten Uschi. Und zu guter letzt, bekamen wir auf die Frage wann am naechsten Tag die Grenze oeffnet ein >relaaaaaaaaaaax< Gut. Relaxen wir eben. Lecker Essen in einem kleinen Restaurant auf der Hauptstrasse. Und dann die spontane Idee, doch noch einen Absacker im legendeaeren >Pub Madame< zu nehmen. Uebler Schuppen. Aber wer Zeugwart und Gaby kennt weiss, dass wir natuerlich das beste daraus gemacht haben! Bob aus Alaska, Lee aus Manchester und O aus Chiang Kong koennen das bezeugen. Und alle anwesenden Locals wohl auch... :-) Ach ja, wie es der Zufall wollte, haben wir auch David im Madame getroffen. Auf einmal stand der als Live Act auf der Buehne... Aber das solltet Ihr euch vielleicht in unserem Video ansehen.
FAZIT: Chiang Kong wird leider viel zu oft als kleine Grenzstadt gesehen, in der die meisten Traveller nur fuer eine Nacht bleiben. Aber es ist wirklich nett da. Und spaetestens seit Freitag weiss Chiang Kong was >rocken< heisst...
Vorschau: Einreise nach Laos, 2 Tage auf dem Slow Boat nach Luang Prabang, Uebernachtung in der Weltstadt Pakbang...
Zeugwart - 4. Mär, 07:10
hiermit melden wir uns also zurueck. Okay, wir leben noch, obwohl es in den letzten tagen/naechten echt grenzwertig war. Wir beginnen also schoen ausfuehrlich und machens dann kurz und schmerzlos.
Unser weg nach laos musste uns zuerst von chiang mai nach chiang khong (das schmugglerparadies fuer opium schlechthin) fuehren. HIerfuer wollten wir den sogenannten VIP-Bus als Fahrmittel wahelen. Wir beide also extra frueh zum busbahnhof (9.15 Uhr) , um dort in einer riesen schlange von thais festzustellen, dass zwei busse bereits weg sind und der naechste und letzte 4 stunden spaeter faehrt. SUPER!!! Also abgehangen und dann am fruehen nachmittag endlich das gruene monster bestiegen , dass uns ins goldene dreieck bringen sollte.
Im Bus wurden wir (nach einer amtlichen Zaehlung waren es wohl 6 Deutsche und 55 Thais) von einem freundlichen 'Flugbegleiter' im gestaerkten Hemd begruesst, der uns die Plaetze zuwies. Unser Busfahrer waere ebenso auch als Pilot durchgegangen, waere da nicht das rote truckercappi gewesen.
Nachdem der erste Gang eingelegt war, spielten alsdann 8 Subwoofer erst einmal 2 Stunden am Stueck thailaendische Karaoke-Hits (vorgefuehrt von vielen huebschen Thai-Maedels mit einem Katie Holmes Haarschnitt). Gabi konnte sich kaum im Sitz halten und sollte in den naechsten Tagen Zeugwart noch oefters mit ein paar Gesangeinlagen die Zeit versuessen.
Nach einer Stunde Fahrzeit schlief die gesamte Busbelegschaft inkl. der Passagiere. Egal ob Freund oder Familie. Man schlief Seite an Seite / Kopf an Kopf. Waehrend auch Zuegwart wahrscheinlich vom verpassten Derby traeumte (oder von den 3 Affen, von denen wir leider mehr kein Foto machen konnten -- HOT!) machte sich Gaby Gedanken ueber den Benzinverbrauch des Busses......Anfahren am Berg und dazu noch in einer uneinsehbaren Kurve ist wohl eine Kunst. Das Getriebe unseres Fahrzeuges war glaub ich komplett hinueber...der Gang wohl nie richtig drin. Anschienend konnte man die Sitzlehne zuerueckklappen. (Zeugwart:STOEHN). Wir haben bis heute nicht herausgefunden, wie es geht, stattdessen aber die wildesten Vermutungen darueber angestellt, welcher der Mitreisenden wohl das meiste Geld in der Bauchtasche hatte, um es in Naeschenpuder, weisse Schokolade oder was auch immer umzuwandeln. (Nur am Rande: Gewonnen hat die 80-jaehrige Omi eins weiter neben uns sitzend...wegen dem Unschuldsblick.
Steile Haenge, die Ueberlegung in der Gegend von Chiang Rai (aeusserstes Malariagebiet) doch einmal campen gehen zu muessen, Bananenplantagen und das erschreckte Gesicht der Mutti neben mir, wenn es sie aus dem Sitz schleuderte (wie so jeden von uns der aussen sass) bestimmten unsere 7-stuendige Reise.
Leider war nach einer Stunde die Karaokeshow vorbei (uns wurde fast schon langweilig..), doch flux wie die Malaria-Muecken wurden ein Video nachgeschoben. Der amerikanische Polizistenfilm (keine ahnung von dem titel) wurde nach 3 Minuten fuer schlecht befunden und daher abgebrochen und jetzt ratet was kam...........dummdidumm...ich werde sein thailaendsiches boshaftes lachen nie wieder vergessen und jeden nach meiner rueckkehr damit nerven....tada ------- Die Hard (y) 4.0. Auf Tahi! YES!
Um kurz nach 8 schmissen sie uns endlich (nach einer absoluten kamikaze-fahrt durch dunkle taeler, doerfer etc.) in chiang khong aus dem bus. Endlich waren wir da!!! Jetzt nur noch mit dem tuk tuk man diskutieren und eine viertel stunde spaeter fanden wir schliesslich den weg ins bamboo. An dieser stelle uebernimmt zeugwart...ich rede zuviel. Bussi baba Eure Gaby.
Zeugwart - 4. Mär, 07:02